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Luise Hansmann Auslandsjahr in den USA - Blog #3

  • 2021-11-23
  • NEWS SER

Im aktuellen Blogeintrag berichtet Luise Hansmann über den Monat Oktober.

Halli hallo :)

Dieses Mal melde ich mich etwas später als sonst, ich hoffe euch geht es gut und ihr habt eure Herbstferien genossen!!

Ich habe hier zwar keine Herbstferien, dennoch manchmal freie Tage und so verlängerte Wochenenden. Außerdem fühlt sich die Schule hier viel entspannter an als in Deutschland, weshalb ich auch nicht wirklich Ferien “brauche”. Natürlich würde ich nicht nein sagen :))

Im letzten Monat habe ich echt viel erlebt würde ich sagen. Zum einen hatten wir die “homecoming” Woche, zum anderen ist die Volleyball Saison zum Ende gegangen und somit rückt die Basketball Saison immer näher.

Also was ist die “homecoming” Woche überhaupt? Jedes Jahr, ich weiß nicht genau wann, aber immer im Herbst, wird eine “homecoming” Koenigin und zwei Prinzessinnen gekürt. Jede AG in der Schule nominiert eine Schülerin aus dem 12. Jahrgang als Kandidatin. Dann stimmt jeder in der Schule ab und die Gewinnerin wurde dann am Freitag der “homecoming” Woche bekannt gegeben. Alle Kandidatinnen hatten schicke Kleider an, so wie viele es z.B. vom Abschlussball kennen, und sind über das Footballfeld gelaufen, bevor der Sprecher die Königin und ihre zwei Prinzessinnen (Mädchen mit zweit/dritt meisten Stimmen) bekannt gegeben hat. Die ganze Woche über, vor diesem Freitag, hatte jeder Tag ein eigenes Motto. Das Motto am Montag war “Schlafanzug”, am Dienstag “2000s Mode”, am Mittwoch “Berufe”, am Donnerstag “fiktive Figur” und am Freitag “Blau und Gold” (unsere Schulfarben). Also haben sich alle Schüler*innen die Woche über getreu dem Motto des Tages verkleidet, was echt teurer geworden ist für mich.

In der Schule interessiere ich mich immer mehr für Fotografie, da ich es in der vierten Stunde als Fach habe. Wir machen jede Woche etwas anderes und ich darf sogar die Kamera ausleihen, um beispielsweise Fotos von den Volleyballspielen meiner Gastschwester zu machen. Die vielen Möglichkeiten der Kamera immer besser kennenzulernen und verschiedene Beleuchtungen für meine Bilder auszuprobieren, macht mir echt Spaß und ich würde das gerne als Hobby in Deutschland machen. Allerdings kostet das Equipment echt viel Geld… Eine weitere Sache, die mir viel Freude bereitet ist mein Kunstunterricht in der sechsten Stunde. Meine Lehrerin bringt mir viele neue Sachen und Techniken bei und ihre Aufgaben sind sehr abwechslungsreich.

Im Allgemeinen finde ich es sehr gut, dass hier in den USA, die Schüler*innen auch Möglichkeiten haben solche Fächer zu wählen und somit mehr praktische Aspekte haben, als es in Deutschland üblich ist.

Ach, ja die Volleyball Saison ist zu Ende. Das hat mich echt traurig gemacht, da ich viele Freundinnen in meinem Team hatte mit denen ich keine Fächer zusammen habe und somit kaum noch sehe. Andererseits rückt damit auch die Basketballsaison näher und somit etwas, wo ich keine Schwierigkeiten haben werde mich zu integrieren :))

Mein Trainer hat mir vorgeschlagen in einem außerschulischen Team zu spielen, mit dem ich schon zwei Trainingseinheiten hatte. Wir würden eigentlich dieses Wochenende ein Turnier spielen, aber es haben sich zu wenig Teams angemeldet, weshalb wir hoffentlich nächste Woche erst spielen werden.

Generell finde ich, dass ich mich hier sehr gut integriert habe. Ich bin stets offen zu allen, und diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich oft mit allen scherze. Was es auch hier einfacher macht lockere Gesprächssituationen zu erzeugen. Im Gegensatz zu den anderen beiden Austauschschüler*innen, die sehr zurückhaltend wirken, habe ich mich meiner Meinung nach gut an die Stimmung und Gruppen hier angepasst. Zwar habe ich nicht wirklich richtige Freunde, mit denen ich jeden Tag etwas mache, allerdings ich genieße oft die Zeit alleine, was wie ich finde, jeder tun sollte :)

Fast hätte ich vergessen über Halloween zu sprechen. Es sieht hier tatsächlich teilweise aus wie in den Filmen, die man so sieht. Überall geschnitzte Kürbisse und sehr, sehr viel Dekoration. Die Gärten sind voll mit Geistern, Kürbissen und Spinnennetzen. In einem verlassenen Krankenhaus hier Parsons gab es ein Spukhaus. Es war ungefähr, wie ein Horrorhaus, die man von Kirmessen kennt. Also viele gruselig verkleidete Leute erschrecken die Kinder und Jugendlichen, die durch das Haus laufen. An Halloween selbst sind viele kleine Kinder durch die Straßen gelaufen für „Süßes oder Saures”. Ich selbst hab mich einfach mit ein paar Freundinnen getroffen und wir haben zusammen in einem Zelt übernachtet, bei frischen 7 Grad - das war ganz offensichtlich nicht meine Idee :o)

Ich hoffe ihr habt einen guten Einblick über meinen letzten Monat bekommen. Verrückt, dass schon quasi fast ein Drittel meiner Zeit hier vorbei ist…

Falls ihr Fragen oder sonst etwas bezüglich des Blogs habt, könnt ihr mir gerne auf Instagram schreiben: (@ luise.h_nsm_nn)

PS: Meine Gastmutter hat schon unseren Tannenbaum aufgestellt … wir kommen hier schon richtig in Weihnachtsstimmung!

Bis bald, dann mit ersten Eindrücken von der schönsten Sportart der Welt :)

Viele liebe Grüße aus Kansas schickt Euch

Luise