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Hannover, 15.7.2019

Integrationsprojekt „UnserSpiel verbindet! Grundschulliga für Niedersachsen“ - Projektförderung endet im Juli

Nach drei Jahren läuft das Integrationsprojekt aus. Ende Juli endet die Förderung durch den Landessportbund Niedersachsen und des Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport. Zweck des Projekts ist die Integration von Schülerinnen und Schülern verschiedener Herkunft und unterschiedlichen sozialen Umfeldern durch Basketball in den 3. und 4. Schulklassen.

Umgesetzt wurde das Projekt in acht Standorten, die nach demographischen Faktoren mit dem LSB ausgewählt und teils vorgegeben wurden: Cuxhaven, Vechta, Oldenburg, Neustadt am Rübenberge, Stade, Wolfsburg, Laatzen und Göttingen. Jeder Standort ist mit anderen Voraussetzungen in das Projekt gestartet. In Oldenburg und Laatzen gab es bereits bestehende Strukturen einer Grundschulliga. Der Einstieg war dort entsprechend leicht. Die damaligen Projektverantwortlichen Jonas Borschel von den EWE Baskets Oldenburg und Jochen Michels von den Grundschulbaskets aus Laatzen stellten ihre Konzepte auf dem NBV-Symposium vor. Ein guter Input für alle anderen Standorte. Beim TSV Neustadt am Rübenberge musste der Grundstein mit den Schulleitungen der Grundschulen geschaffen werden. Die AGs liefen dort relativ unstrukturiert und brauchten einen neuen Impuls. Ute Janus und Burkhard Grams machten damals den Auftakt, der heute von Jan Gebauer und Christoph Ihringer erfolgreich weitergeführt wird. Die Grundschulliga ist in Neustadt an sieben Schulen ein fester Bestandteil geworden. Bei einem Spiel des Regionalliga-Teams der Neustädter konnte Jan Gebauer im Februar 30 Basketbälle von Spalding in Empfang nehmen. Eine Sachspende aus Projektmitteln, die spätestens bis zum 31. Juli allen Standorten zukommen wird. Die Kinder Grundschule Mandelsloh in Neustadt mit neuen Bällen.

 

In Vechta waren durch den Proficlub Rasta ebenfalls sehr gute Voraussetzungen anzutreffen. Hanno Stein und Thomas König betreuten das Projekt, das seit Sommer 2018 durch Eike Kropp geleitet wird. In Vechta, beziehungsweise in Damme in Zusammenarbeit mit dem OSC Damme, wurde das Grundschulliga-Turnier als Basketballfamilien-Tag umgesetzt.

 

In Cuxhaven musste wie in Neustadt erstmal eine Basis mit den Schulen geschaffen werden. Hier startete das Projekt auch erst 2017 in Zusammenarbeit mit Birgit Arendt. Gemeinsam konnten fünf Schulen für die Idee gewonnen werden. Auch in Cuxhaven wurde die Idee der Grundschulliga von allen Beteiligten gut aufgenommen.

 

Die Standorte Göttingen, Stade und Wolfsburg sind aus unterschiedlichen Gründen erst ab 2018 so richtig in Fahrt gekommen, unter anderem durch die Unterstützung der Basketbälle, die in den Schulen bei den Kindern sehr gut ankommen. „Die sehen cool aus!“ war kein seltenes Urteil der Kinder. In Göttingen ist mit den drei Vereinen BG 74 Göttingen, dem ASC 1846 Göttingen und dem Proficlub BG Göttingen ein richtiges Gemeinschaftsprojekt entstanden. Die Steuerung und Organisation findet zentral durch Andreas Scheede, dem Schulkoordinator der BG Göttingen statt. Zusammen mit Maike Greve, Marjo Heinemann und René Hampeis vom ASC und Martin Oevermann sowie Silke Bruns von der BG 74 wurden vier Turniere mit über 16 Schulen durchgeführt. Mit dem SV Bovenden, der eines der vier Turniere ausrichtete, wurde bereits ein weiterer Verein in das Projekt integriert.

 

In Wolfsburg hat Jörg Meyer schon länger nach Berliner Vorbild eine Schul-AG als Schulvereinsmannschaft im Spielbetrieb Braunschweig-Nord integriert. Zuletzt konnten weitere Schulen gewonnen werden, die anschließend bereits mit 30 Basketbällen ausgestattet wurden.

 

In Stade wurde im Schuljahr 2018/2019 ebenfalls erstmalig die Grundschulliga gestartet. Die Grundschulen trainieren seit Schuljahresbeginn für die erste Stader Grundschulmeisterschaft am 26. Juni.

 

Ziel des Projektes ist die Integration durch Sport. Etwas das im Basketball eine Selbstverständlichkeit und für die Vereine Alltag ist. Basketball ist international geprägt und bringt aus seiner Geschichte heraus eine integrative Kultur mit. Die große Herausforderung besteht jedoch darin, die Kinder über die Schulangebote in die Vereine zu bringen. Wie gut dies gelungen ist, muss mit der Abschlussdokumentation noch evaluiert werden, ein Trend ist erkennbar. 2017 konnte die Baskets-Akademie Weser-Ems durch die Meldung der teilnehmenden Kinder direkt in die TOP100 der deutschen Basketballvereine schießen, leider hat aber die Umstellung von TeamSL und durch die DSGVO dem vereinfachten Meldeverfahren für Mini-Teilnehmerausweise einen Riegel vorgeschoben. Die Anzahl der Mini-Teilnehmerausweise könnte - berücksichtigt man alle Grundschulligen - um bis zu 1.000 spielende Kinder höher ausfallen. Zirka 1.000 Kinder die angesprochen sind, in die Vereine zu kommen, oder viel besser: vor Ort in der Schule in einem Vereinsteam an der Grundschulliga und am Wettkampfspielbetrieb teilzunehmen. Ob zukünftig ein so genannte Schul-Teilnehmerausweis die Lösung sein wird, entscheiden vom 14. bis 16. Juni die Delegierten des diesjährigen DBB-Bundestags in Essen.

 

Das Projekt ist mit den acht ausgewählten Standorten ein Pilotprojekt, das nach Ablauf der Förderung durch den NBV fortgeführt wird. Das war seitens des LSB und des Ministeriums eine Voraussetzung zur Förderung der notwendigen Personalstelle. Um die nötige Nachhaltigkeit zu schaffen, soll mit den bestehenden Standorten weiterhin ein Austausch stattfinden. Mit Springe und und Bad Münder, die von den Grundschulbaskets unterstützt werden, gibt es eine Grundschulliga, ebenso in Hildesheim, organisiert und umgesetzt durch Peter Papke von der Eintracht Hildesheim.

 

Anfragen zur Durchführung und Umsetzung einer Grundschulliga gibt es zudem aus Ronnenberg, Osnabrück, Vörden, Georgsmarienhütte, Hagen, Oesede, Glandorf und Bad Rothenfelde. Peter Prien ist der Initiator für Vereine südlich von Osnabrück. Eine Informationsveranstaltung für Schulen im März sorgte für Kooperationsgespräche mit acht Grundschulen. Am 19. Juni ist einer weiterer Termin mit den Vereinsvertretern geplant.


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