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Hannover, 26.2.2018

JtfO Landesentscheid 2018

Souveräne Siege bei den Mädchen durch GAK Buchholz und RG Osnabrück; IGS FF Braunschweig und IGS Göttingen verteidigen Titel bei den Jungen

 

Bis auf das bis zur letzten Sekunde hart umkämpfte Jungen III-Finale war in den drei anderen Endspielen um die JtfO-Niedersachsentitel im Basketball recht schnell klar, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Bei den Mädchen II sicherten sich Korbjägerinnen des Gymnasiums Am Kattenberge (GAK) Buchholz erstmals die begehrten Fahrkarten zum Bundesfinale nach Berlin, das Ende April ausgetragen wird. Bei den jüngeren Mädchen III setzte sich das Ratsgymnasium Osnabrück klar durch und knüpfte damit an seine fast 30 Jahre zurückliegenden letzten großartigen Erfolge an. Während die IGS Franzsches Feld Braunschweig bei den älteren Jungen souverän den Titel gewann, wurde es im Jungen III-Endspiel ganz eng. Mit einem hauchdünnen 40:39-Erfolg über das Gymnasium Bad Essen erkämpften sich die Korbjäger der IGS Göttingen wie im letzten Jahr erneut den Titel in Niedersachsen.

 

Im Gegensatz zu den letzten Jahren waren diesmal auch bei den Mädchen Vertreter aus allen vier Bezirken am Start. Mit wenigen Ausnahmen gab es in den jeweils sechs Spielen der beiden Wettkampfklassen erhebliche Leistungsunterschiede mit eindeutigen Ergebnissen. In den Halbfinalpartien der Wettkampfklasse III besiegte das Ratsgymnasium Osnabrück die Realschule Syke mit 66:33, während das Gymnasium Große Schule Wolfenbüttel einen klaren 52:23-Erfolg über das Gymnasium Eichenschule Scheeßel erzielte.

 

Damit kam es in den Platzierungsspielen zu Wiederholungen der Vorrundenbegegnungen vom Vormittag. Die Korbjägerinnen der Eichenschule siegten auch in der zweiten Partie klar gegen Syke und eroberten damit den dritten Rang. Mit Wolfenbüttel und Osnabrück trafen im Finale zwei Teams aufeinander, die mit Lina Falk (gelbes Trikot) und Frieda Bühner (schwarzes Trikot) zwei der stärksten deutschen Spielerinnen ihres Jahrgangs in ihren Reihen hatten. Dass sich der Sieger des Bezirks Weser-Ems klar mit 56:26 durchsetzen konnte, lag daran, dass bei den Westniedersachsen alle acht Spielerinnen in der Lage waren zu punkten, während dies bei Wolfenbüttel neben Lina Falk nur noch Zoe Wildrich und Alina Fritzsche gelang. Das ausgeglichener besetzte Team des RG Osnabrück (siehe Foto unten) lag bereits zur Pause vorentscheidend mit 30:12 vorn und fährt nun mit guten Chancen zum Bundesfinale nach Berlin.

 

Bei den Mädchen II gab es mit dem Gymnasium Bad Essen, dem GAK Buchholz und dem Felix-Klein-Gymnasium (FKG) Göttingen drei leistungsstarke Mannschaften, in denen U18-Bundesliga-Spielerinnen aus der WNBL aufliefen. Die Mädchen der IGS Helpsen waren chancenlos und landeten nach klaren Niederlagen auf Rang 4. Im Vorrundenspiel zwischen Bad Essen und dem ersatzgeschwächt antretenden Team aus Göttingen konnten sich die Korbjägerinnen aus Südniedersachsen bis Mitte der zweiten Halbzeit eine 24:14-Führung erarbeiten. Dann startete Bad Essen eine fulminante Aufholjagd. In der letzten Minute gelang sogar die knappe 32:30-Führung. Göttingen vermochte noch auszugleichen, verlor aber ihre Leistungsträgerin Charlotte Roschkowski durch Foulhöchstbelastung. In der Verlängerung setzte sich der Weser-Ems-Vertreter dann mit 36:32 durch, wodurch er das schwere Halbfinale gegen Buchholz vermeiden konnte. In diesem lag Göttingen bis eine Minute vor der Pause mit einem Punkt in Führung. Dann traf Lotta Stach zwei Dreier, wodurch Buchholz beim Seitenwechsel mit 14:11 in Führung lag. Das FKG erzielte die ersten vier Punkte der zweiten Hälfte zum 15:14. Dann vermochte sich der Sieger des Bezirks Lüneburg durch sichere Distanzwurftreffer von Nike Fortmann abzusetzen. Mit einem 29:21-Erfolg zog er ins Finale gegen Bad Essen ein, das die IGS Helpsen klar mit 56:8 besiegt hatte.

 

Das Endspiel war von einer hervorragend funktionierenden intensiven Team-Defense der GAK-Korbjägerinnen gekennzeichnet. Nike Fortmann (Nr. 12) und Lotta Stach (Nr. 14) trafen weiter hochprozentig von außen, Lisa Düll schloss die Fastbreaks sicher ab. Das GAK Buchholz (siehe oben) führte bereits zur Pause klar mit 23:8 und holte sich mit einem ungefährdeten 44:16-Erfolg erstmals die Teilnahmeberechtigung für ein Basketball-Bundesfinale.

 

Wie schon am Vortag in der Wettkampfklasse (Wk) III der Mädchen kam es am Jungentag in beiden Turnieren in den Platzierungsspielen zu Wiederholungen der Vorrundenbegegnungen. In der Partie um die Ränge 3 und 4 erzielte die Käthe-Kollwitz-Schule Hannover bei den jüngeren Jungen durch einen 13:2-Run eine 15:9-Führung in der achten Minute und schien auf der Siegerstraße zu sein. Durch fünf von Steven Krause aus der Distanz erzielte Punkte übernahm die Eichenschule Scheeßel zur Pause aber wieder knapp die Führung. In der zweiten Hälfte schlossen die Gastgeber dann sicher über Damian Heyne und Tom Friedrichs ab, Hannover hatte nichts mehr dagegen zu setzen und musste sich – wie schon am Vormittag - in eine Niederlage fügen, die am Ende mit 22:33 etwas zu hoch ausfiel.

 

Im Finale schien auch alles auf eine Wiederholung des Ergebnisses des Vorrundenspiels zwischen Bad Essen und Göttingen hinauszulaufen. In der ersten Hälfte gelang es dem Sieger des Bezirks Weser-Ems, Joris Herbst (Nr. 9, weiß) aus Göttingen, den Topscorer der Auftaktbegegnung, bei null Punkten zu halten und selbst – angeführt von Adrian Kuchenbecker (Nr. 9, rot) - kontinuierlich zu scoren. Lohn der intensiven Defense war eine 23:15-Führung zur Pause. In der zweiten Hälfte spielten die Südniedersachsen wie ausgewechselt.

 

Weitwurfspezialist Christopher Schultz (Nr. 15) gab mit seinen zwei kurz hintereinander erzielten zwei Dreiern das Signal zur Aufholjagd. Nur wenig später schaffte es dann auch Joris Herbst, sich gegen seine Verteidiger durchzusetzen und den Ball im Ring unterzubringen. Insgesamt erzielte er im zweiten Spielabschnitt 14 Punkte, darunter zwei Dreier. Zwei Minuten vor Schluss stand es 40:33 für Göttingen, der Sieger schien vorzeitig festzustehen. Dann aber gewann Bad Essen wieder die Oberhand und verkürzte auf 39:40. Ein Sieg wäre möglich gewesen, die beiden in der letzten Minute zugesprochenen Freiwürfe verfehlten aber das Ziel. Somit gelang der IGS Göttingen die erfolgreiche Titelverteidigung in der Wk III der Jungen.

 

Bei den älteren Jungen setzten sich die Korbjäger der IGS Braunschweig in allen drei Partien klar durch. Sie qualifizierten sich damit als viertes Team Niedersachsens für das diesjährige JtfO-Basketball-Bundesfinale in Berlin. Hätte sich ein Leistungsträger des Vizemeisters vom Gymnasium Lohne nicht gleich in der Auftaktbegegnung so schwer verletzt, dass er für den Rest des Turniers ausfiel, wäre es vermutlich zu einem deutlich engeren Verlauf des Endspiels gekommen. So aber mussten die verbliebenen sieben Spieler des Weser-Ems-Meisters sogar um den Einzug ins Finale bangen. Als in der Vorschlussrundenpartie gegen die Eichenschule Scheeßel Mitte der zweiten Halbzeit Mattis Sovinec foulbedingt ausscheiden musste, vermochten die Gastgeber den 12:27-Rückstand Punkt für Punkt zu verkürzen. Durch einen 14:2-Lauf kämpften sie sich bis auf 26:29 heran, dann kam der erlösende Schlusspfiff für die verbliebenen sechs Spieler des Gymnasiums Lohne. Das zweite Halbfinale hatte die KGS Stuhr Brinkum bis kurz vor Ende der ersten Hälfte beim 18:19-Zwischenstand überraschenderweise offen halten können. In den letzten sieben Minuten drehte Braunschweig nach deutlicher Intensivierung der Defense dann aber auf und erzielte durch einen 16:2-Run noch einen deutlichen 48:27-Sieg.  

 

Im Platzierungsspiel um die Ränge 3 und 4 war bei Scheeßel nach dem knapp verlorenen Halbfinale die Luft raus, die nötige Konzentration beim Passspiel und beim Abschluss fehlte. Dazu kamen noch drei technische Fouls, die dazu führten, dass die KGS Stuhr Brinkum den 12:12-Pausen-Zwischenstand in eine komfortable 23:14-Führung wandeln konnte. Die Gastgeber schafften keine Wende mehr, Stuhr Brinkum gelang die Revanche für die am Vormittag erlittene Niederlage und wurde durch einen 29:21-Erfolg Dritter.

 

Im Endspiel attackierte Braunschweig den Lohner Korb von Beginn an mit sehr hohem Tempo. Immer wieder gelang es Simon Roosch (Nr. 8), dem mit Abstand besten Scorer des Turniers, druckvoll zum Korb zu ziehen. Mehrfach konnte er nur durch Fouls gestoppt werden, in der ersten Hälfte erhielt er gleich neun Freiwürfe zugesprochen. Da zudem Eljas Anderson (Nr. 4) und der zwei Dreier beisteuernde Shahin McCaw ebenfalls hochprozentig scorten, konnten sich die Löwenstädter bis zum Seitenwechsel vorentscheidend auf 20:8 absetzen. Der Widerstand der Lohner war gebrochen. In der zweiten Hälfte avancierte Bennet Geiger zum besten Scorer der Braunschweiger, die ihre Führung noch bis zum klaren 45:13-Endstand ausbauen konnten.


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