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Hannover, 26.2.2018

Hannoveraner Basketball deutschlandweit

Wie das Leben als Basketballer aus Hannover in anderen Städten ist.

 

Ich heiße Kurosh Kaboly, bin 16 Jahre alt, komme aus Hannover und spiele meine erste Saison in der NBBL bei den Crailsheim Merlins in Baden-Württemberg.  Ich wohne in einem Internat zusammen mit anderen Basketballern. Wieso ich mich entschieden habe 400 Kilometer wegzuziehen, um Basketball zu spielen, hat viele Vorteile aber auch Nachteile, wie z.B. lange Fahrten und weniger Kontakt mit Freunden und Familie. Aber die Aspekte des Gemeinschaftsgefühls einer Mannschaft, wo jeder besser werden will und das gute Training, sind unbeschreiblich gut und ich bereue diesen Schritt nicht.  Wenn man wieder nach Hannover kommt, fühlt man sich wohl und alles ist wie immer gut.

 

Mit diesem Interview will ich einen Einblick in das Leben von Radii Caisin (2001) und Samuel Jammal Schmedes (2000) geben. Die beiden kommen aus Hannover und sind zurzeit im Nachwuchs von Rasta Vechta aktiv. Radii gehört sogar zum Profi-Kader in der 2. Basketball-Bundesliga ProA, hat bei Tabellenführer schon Spielzeit gehabt. Jammal spielt in der NBBL für die YOUNG RASTA DRAGONS und in der 1. Regionalliga Nord für den SC RASTA Vechta – so wie Radii auch.

 

Seit wann spielt ihr in Vechta?

Radii: Ich bin seit der Saison 2016/2017 bei RASTA.

Jammal: Ich kam ein Jahr später zu RASTA, also im Sommer 2017.

 

Wie seid ihr auf RASTA aufmerksam geworden?

Radii: RASTA hatte damals Interesse an mir gehabt und mich überzeugt nach Vechta zu kommen.

Jammal: Basketball in Vechta ist erfolgreich, RASTA dadurch immer bekannter geoworden. Auch die Jugendarbeit hat in den letzten Jahren von sich hören lassen. Und Radii hat schließlich Kontakte zu den Coaches vom NBV aufgebaut, die auch mit den Talenten in Vechta arbeiten.

 

Wie sieht euer Wochenablauf aus?

Radii/Jammal: Vormittags gehen wir zur Schule. Am Nachmittag haben wir dann individuelles Training, Krafttraining und am Abend auch noch Teamtraining. Und am Wochenende kommen wir dann in meistens zwei Teams zum Einsatz, in RASTAs Farmteam und bei den YOUNG RASTA DRAGONS in der NBBL.

 

Wärt ihr lieber in Hannover geblieben?

Radii: Nein, weil es in Hannover gar nicht mit Basketball funktioniert hätte.

Jammal: Nein, ich bereue es nicht!

 

Was vermisst ihr an Hannover?

Radii: Am meisten vermisse ich meine Familie und meine Freunde.

Jammal: Mir fehlt schon mein Familie, natürlich auch meine Freunde und die Stadt als solche.

 

Wie kriegt ihr Basketball und Schule unter einen Hut?

Radii: Es ist sehr schwer. Aber man versucht zu lernen, wann man kann.

Jammal: Man schafft es, sich darum zu kümmern. Aber Zeit für Dinge abseits von Schule und Basketball gibt es praktisch nicht.

 

Was sind eure Ziele in den nächsten zwei, drei Jahren?

Radii: Ich möchte mein Abitur machen. Und wenn  das geschafft ist hoffentlich ans College gehen.

Jammal: Am liebsten möchte ich Vollprofi werden. Aber das College reizt mich natürlich auch.

 

Was wäre euer Traumberuf off-court?

Radii: Mein Traumberuf ist Arzt – oder Anwalt.

Jammal: Ich würde gerne Arzt oder Psychologe werden.

 

Wie ist es wenn man wieder nach Hannover zurück kommt?

Radii: Man fühlt sich sofort Zuhause und sehr wohl.

Jammal: Man fühlt sich willkommen und extrem wohl. Und man ist glücklich, seine Familie zu sehen.

 

Wo wohnt ihr in Vechta?

Radii/Jammal: Wir wohnen beide in einer Gastfamilie.

 

Wie ist das Leben in der Gastfamilie?

Radii: Am Anfang war es komisch, aber mittlerweile ist es normaler geworden.

Jammal: Man musste sich natürlich an die neue Umgebung und an neue Menschen gewöhnen.

 

Text: Kurosh Kaboly

 

Fotos: Sebastian Neddermann


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