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NBV-Korbgeflüster | 5/2017

 

Die Nachricht über den plötzlichen Tod von Andreas hat uns alle schockiert.

Wir wollen ihm diese Ausgabe unseres Newsletters widmen, um ihn als Person und seine Arbeit für den NBV in aller Bewusstsein zu rufen und zu ehren.

In seinem Nachruf erinnert sich unser Vize-Präsident und Andreas` langjähriger Freund Wolfgang Thom an gemeinsame Zeiten.

In seiner mehr als 30-jährigen Laufbahn beim NBV hat Andreas viele unterschiedliche Stationen durchlaufen und war in verschiedenen Funktionen aktiv. Immer war er sehr engagiert, hat mit seinem Einsatz neue Entwicklungen vorangebracht und sein Umfeld zu Höchstleistungen motiviert. Ein wichtiges Anliegen dabei war immer der Nachwuchsbereich, für den er sich von Beginn an einsetzte.

Der Entwicklungsprozess NBV2020 hätte ohne Andreas nie auf diese Weise so viel Bedeutung im Verband und im deutschlandweiten Basketball erreicht. Die neue, zukunftsfähige Struktur des NBV ist ein Vorbild für andere Landesfachverbände. 

Im Jahr 1984 begann seine Karriere als Schiedsrichterwart im Bezirksfachverband Basketball Hannover e.V. Sechs Jahre später wurde er dort schließlich zum Geschäftsführer gewählt.

Von 1987 bis 1995 war er bereits in der NBV-Schiedsricherkommission aktiv und engagierte sich dort auch insgesamt vier Jahre als stellvertrender Landesverband-Schiedsrichterwart.

Für die Basketballjugend setzte er sich zunächst als Mitglied des NBV-Jugendausschusses von 1988 bis 1994 ein und wurde anschließend NBV-Vizepräsident für Jugend- und Schulsport. Er war ebenso Vorstandsmitglied für (Nachwuchs-)Leistungssport.

In den Jahren 2009 bis 2014 war Andreas der Vorsitzende des Rechtsausschusses und wurde schließlich 2014 zum Präsidenten des Verbandes gewählt.

Andreas wird eine große Lücke in allen Bereichen des NBV hinterlassen und sein Streben nach Perfektion hat den Basketball in Niedersachsen und Deutschland einzigartig geprägt.

Nun bleibt nur noch die Erinnerung

 

Viele Wege unseres Lebens sind wir gemeinsam gegangen.
Erst im März saßen wir bei einem gemeinsamen Urlaub am Reschenpass jeden Tag in der Mittagspause in einer Skihütte in Schöneben und abends in Reschen beim Essen im Hotel zusammen, oft um die Zeit zu nutzen, um in alten Erinnerungen zu schwelgen.

Viel Gesrächsstoff boten dabei die Schiedsrichterlehrgänge, die wir unter anderem mit Rudi Steinkamp und Frank Krause-Waterböhr viele Jahre in Hannover durchgeführt haben, die in vielerlei Hinsicht in unserem Gedächtnis hängen geblieben sind und bei etlichen späteren Treffen oft ins Gespräch eingebracht wurden und durch deine Erzählkunst wieder lebendig wurden. Genau wie mehrere Schiedsrichtereinsätze beim Bundesfinale JtfO in Berlin, die für uns unvergesslich geblieben sind. So wie auch Erlebnisse bei DBB-Jugendausschusssitzungen, DBB-Bundes- und Jugendtagen zusammen mit unserem Freund Ingo Weiß nie aus unserem Gedächtnis verschwunden sind. Selbst in Italien wurdest du nie müde zu erläutern, warum man kein Wasser ohne Kohlensäure trinken kann, nachdem Ingo eine entsprechende Erklärung geliefert hatte.

Neben dem Basketball hatten wir auch viele gemeinsame Freunde außerhalb unserer geliebten Sportart. So brachen wir vor vielen Jahren eines frühen Morgens ohne konkreten Plan von Hannover nach Italien auf. Da wir in dem Jahr nicht wie im Vorjahr nach Fondo im Trentin fahren konnten, hatte ich vorgeschlagen, zunächst Primolo di Chiesa anzusteuern. Dort machte ich dich mit meinem Freund Frederico Beltrami bekannt und es begann dort eine jahrelange wunderbare Freundschaft mit der gesamten Familie.

Wenn man mit dir unterwegs war, konnte man sich stets auf dein Urteil verlassen. Du wusstest stets, wo es die besten Knödel, die beste Salami, den besten Käse, das beste Weingut und die nettesten Leute gab. Dieses war ein Markenzeichen von dir, du gabst dich nie mit dem Zweitbesten zufrieden.
Natürlich wurdest du auch nie müßig zu betonen, dass deine Skimarke immer die bessere war. Manchmal hatte man auch das Glück, mit einbezogen zu werden, wenn du wieder mal unvermittelt einwarfst: "Du, ich habe mich hier umgesehen, wir sind doch die Besten."

Dieser Anspruch immer das Beste zu liefern und zu fordern, zeichnete dich auch in deinen Tätigkeiten für den NBV aus. Dein Bestreben ging immer dahin, die Stellung und die Wahrnehmung des NBV beim DBB und LSB zu verbessern. Die Anerkennung deiner Leistungen, aber auch der Leistungen des NBV war dir sehr wichtig. Du warst stolz, dass du stellvertretender Sprecher und Mitglied des Sprecherrates der ständigen Konferenz der Landesfachverbände wurdest und dass der Reformprozess des NBV bei den Landesverbandspräsidenten vorgestellt wurde, weil dadurch die Bemühungen des NBV Anerkennung gefunden haben.

Nur wenige können ermessen, wie viel Zeit und Energie du neben deiner beruflichen Tätigkeit und deiner nebenamtlichen Lehrtätigkeit in die Entwicklung des NBV gesteckt hast.
Leider haben deine vielfältigen Tätigkeiten und dein unermüdlicher Einsatz nun ihren Preis gefordert, der viel zu hoch ist.
Ich hoffe, dass wir deine Vorstellungen von der Fortentwicklung des Verbands weiter umsetzen und dir so ein Denkmal setzen können.

 

Dein Freund Wolfgang

 

Vielen Dank für deinen Einsatz, deine Loyalität, deine Großzügigkeit und deinen Humor!

Wir werden dich vermissen!

 

Dein NBV-Geschäftsstellen-Team

Danny, Jens, Svenja, Dennis, Thomas, Meike, Don, Alex, Jan, Kristin, Céline, Robin, Lars

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